Bei dem Begriff der Pubertät werden bei dem Einen oder Anderen unserer Spezies vielleicht interessante Erinnerungen wach. So war diese Zeit doch eine Phase des Lebens, welche durch vielfältige Veränderungen geprägt war. Letztlich ging es in dieser Zeit um die Suche nach dem eigenen Weg im Leben, dem Streben nach Autonomie und der Orientierung an einer bestehenden Ordnung. Mehr oder minder prägte sich eine gewisse Konformität aus.
Im Vergleich zu unserem gesellschaftlichen Miteinander geht es bei der Spezies Hund primär um die Selbsterhaltung des einzelnen Individuums und der Gattung im allgemeinen. So zählt grundsätzlich das "Gesetz des Stärkeren". Da erscheint es doch durchaus nachvollziehbar, dass es sinnvoll ist, bestehende Strukturen anzuzweifeln und austesten zu wollen. Man (Mensch) bedenke, die Leitfigur ist schließlich für das Leben der Anderen verantwortlich und somit auch für das Eigene. An dieser Stelle frage ich mich, ob wir selbst unsere Strukturen nicht öfter anzweifeln sollten. Aber zurück - Hunde testen daher nicht aus Böswilligkeit unsere Führungskompetenz, sondern rein aus natürlichen Trieben heraus aus. Insofern liegt es an uns, unsere Rolle kontinuierlich und konsequent so zu gestalten, dass die Hunde die Chance haben, uns respektvoll zu akzeptieren.
Unabhängig von einem grundsätzlich lebenslangen Ansatz kommt hier der Zeit bis zum 12. Lebensmonat eine besondere Bedeutung zu.