Der Samojede

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Herkunft

Der Samojede verdankt seinen Namen, man mag es kaum glauben, dem Volk der Samojeden. Der Vollständigkeit halber wird der Hund hier Samojedskaia Sabaka (Samojedenhund) genannt. Dieses sibirische Nomadenvolk bevölkert den äußersten Norden Rußlands in der Ebene zwischen den Flüssen Ural und Jenissej. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Samojede seinen Ursprung vor mehreren tausend Jahren gefunden hat. Mit ihm werden Torfhundfunde aus der Zeit von 4000 vor unserer heutigen Zeitrechnung in Verbindung gebracht. Der Samojede wurde von seinen Haltern seit je her sehr vielseitig eingesetzt. Neben der jagdlichen Begleitung, dem Hüten der Rentierherden und dem Ziehen von Lasten oblag dem Samojeden die Sorgfaltspflicht über die Kinder der Nomaden. Insofern wurde der Samojede schon damals als Familienhund gehalten und durfte als wärmendes Element in den Unterkünften der Menschen verweilen. Erste, reiseberichtliche Erwähnungen der zumeist weißen Nomadenbegleiter sind 1696 zu verzeichnen. Die damalige Fellfarbe war abhängig von dem Nomadenstamm und nicht immer zwingendermaßen weiß. Erste Niederschriften in der westlichen Welt erschienen über den Samojeden erst im 19. Jahrhundert. So vertrauten u.a. Fritjof Nansen und Roald Amundsen auf die Zuverlässigkeit dieser Schlittenhunde. Bereichernd an dieser Stelle steht der Fakt, dass der Samojede - innerhalb der Polarexpedition von Amundsen - als erstes Nutztier den Südpol 1911 erreichte. Wer hätte das gedacht? Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen mehrere Exemplare der Samojeden nach Europa. 1909 wurde der erste Rassestandard für die Samojeden erstellt. So wurde auch das englische Königshaus auf diese Hunderasse aufmerksam und besaß zur damaligen Zeit Ssamojeden. In den USA traten erste Samojeden am Anfang des 20. Jahrhunderts in Erscheinung. Offiziell anerkannt wurde die Rasse dort 1913. In Deutschland hielt der Samojede relativ spät Einzug. So besteht eine ausgeprägte Zucht seit ca. 1965.

Wesen

Wie im Vorfeld bereits beschrieben wohnt dem Samojeden seit Anbeginn an ein familienfreundliches Wesen inne. Dem Samojeden sagt man auch nach, er würde die glückliche Lebensart des Nomadenvolkes verkörpern. Hierfür spricht sein stets lächelndes Erscheinungsbild. Festzuhalten ist auf jeden Fall, dass der Samojede dem Menschen gegenüber nicht aggressiv in Erscheinung tritt. Insofern ist er als Wachhund, wenn es um die Befriedung von Gründstücken geht, nicht der Partner, welchen es zu preferieren gilt. Dafür gewährleistet der Samojede allen Familienmitgliedern und Gästen stets ein hohes Maß an Freundlichkeit. Insbesondere sportlich Begeisterte werden ihre helle Freude an diesem Hund haben. Der Samojede hat einen stark ausgeprägten Bewegungsdrang, welchem unbedingt Rechnung zu tragen ist. Sicherlich genießt auch der Samojede einzelne Ruhetage. Prinzipiell ist aber davon auszugehen, dass er seine Natur ausleben möchte. An dieser Stelle sei auch darauf verwiesen, dass eine seiner Lieblingseigenschaften - welche als ein elementarer Antrieb für seine sportliche Leistungsfähigkeit anzusehen ist - das Jagen ist. Insofern sollte der Halter eines Samojeden auf etwaige Ereignisse vorbereitet sein. Auch sein hohes Maß an Intelligenz und Lernbereitschaft kann diesen Umstand lediglich minimieren, zumal die gewünschte sportliche Dynamik bei einem Löschen des Jagdinstinktes verloren gehen wird. Der Samojede ist in allen sportlichen Bereichen der perfekte Partner für diejenigen, die einen Hund mit liebevoller Konsequenz als Begleiter neben sich genießen wollen. Alle anderen Illusionen möchte ich an dieser Stelle gleich vernichten. Der Samojede ist kein Hund, den man mit Gewalt unterwerfen kann. Auf Grund seiner Ursprünglichkeit ist er nach wie vor ein relativ autonomes Wesen, mit welchem es sich zu arrangieren gilt.

Liebhaber, welche von dem wolfsähnlichen Geheule der meisten Schlittenhunde begeistert sind, müssen leider enttäuscht werden. Unsere Samojeden jaulen sicher mit Freude in Begleitung von Malamuten. Hauptsächlich bevorzugen sie allerdings ein aufmerksam machendes Gebell.

Körperbau und Aussehen

Die ideale Widerristhöhe sollte bei Rüden 57 cm (+- 3cm) und bei Hündinnen 53 cm (+- 3 cm) betragen. Das Gewicht des Samojeden sollte hierbei in einem angemessen proportionierten Verhältnis zur Größe stehen. Insofern erscheint ein Gewicht zwischen 20 - 30 kg realistisch. Der Samojede ist hierbei von kräftiger Statur mit geraden Gliedmaßen und kräftigem Kopf. Die Fellfarbe kann rein Weiß, Bisquit oder Creme betragen. Erwünscht ist eine durchgehend schwarze Pigmentierung der Nase und Augenlidränder. Entgegengesetzt zu den Sibirian Huskys führt das Auftreten von blauen Augen beim Samojeden zum Zuchtausschluß.

DEFINITION RASSESTANDARD SAMOJEDE
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